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Wilhelm Erfurt 90 Jahre

Unternehmerischer Weitblick, Mut zu Risiko und Veränderung sowie höchstes regionales und soziales Engagement: 46 Jahre lang prägte Wilhelm Erfurt die Geschicke von Erfurt & Sohn. Dabei stand er nicht nur von 1957 bis 1998 in 6. Generation an der Spitze des Wuppertaler Traditionsunternehmens, dessen Wachstum, Entwicklung und Erfolg er in entscheidendem Maße vorantrieb. Auch weit über seine Rolle als geschäftsführender Gesellschafter hinaus füllte Wilhelm Erfurt zahlreiche ehrenamtliche Funktionen aus, in denen er mit großer Verantwortung nachhaltig zu einer kulturellen, regionalen und sozialen Identitätsstiftung beitrug und immer noch beiträgt. Am 29. Dezember 2020 feierte der Ehrenbürger Schwelms und Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie des NRW Verdienstordens seinen 90. Geburtstag.

Nach Abschluss seines Diploms der Volkswirtschaftslehre in Bonn führte der Tod seines Onkels Fritz Erfurt (1899 - 1950) Wilhelm Erfurt früh zurück in die familiengeführte Papierfabrik im westfälischen Dahlhausen. Dort beeinflusste er 1952 zunächst als Angestellter und fünf Jahre später als Geschäftsführer weitreichend die wirtschaftliche Entwicklung sowie künftige Ausrichtung des Betriebes. Gemeinsam mit seinem Cousin Reinhard Erfurt (1936 - 2002), der 1961 als geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen einstieg, baute Wilhelm Erfurt den Familienbetrieb kontinuierlich aus. Er schob technische Innovationen inkl. eines umfassenden Ausbaus der Werksflächen voran, trug durch Firmenakquisitionen zur Erweiterung des Produktportfolios bei und stellte mit dem Aufbau der Marke „Erfurt“ und dem Fokus auf Rauhfaser und überstreichbare Wandbeläge die Weichen für die heutige Marktführerposition des Unternehmens.

Bereits während seiner aktiven beruflichen Jahre setzte sich Wilhelm Erfurt für Kultur, Umweltschutz und Soziales ein und bekleidete zahlreiche ehrenamtliche öffentliche Ämter seiner Heimatstadt Schwelm – vom stellvertretenden Bürgermeister über den Vorsitz des Kulturausschusses bis hin zu der Mitgliedschaft in vielen Regionalverbänden und -vereinen. Aufgrund dieses Engagements wurde ihm 1978 von Bundespräsident Walter Scheel das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 1996 gründete er die „Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt“, die bisher weit über 160 wissenschaftliche und soziale Projekte gefördert und unterstützt hat und seine tiefe Verbundenheit zu Schwelm und den Menschen der Region verdeutlicht. Als Anerkennung seiner langjährigen Verdienste und Mühen um die Stadt wurde Wilhelm Erfurt zehn Jahre später zum Ehrenbürger von Schwelm ernannt, im gleichen Jahr folgte die Verleihung des großen Bundesverdienstkreuzes sowie des Verdienstordens des Landes NRW durch Hannelore Kraft in 2017.

Von Generation zu Generation

Auch nach seinem Rückzug aus der operativen Unternehmensführung sind der innovative Geist sowie die Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Region, welche Wilhelm Erfurts Schaffen prägten, nach wie vor tragende Säulen bei Erfurt & Sohn. „Die Weitergabe dieser Werte von Generation zu Generation sind unabdingbar für ein auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ausgelegtes Familienunternehmen“, so Henrik und Martin Erfurt, geschäftsführende Gesellschafter. Felicitas Erfurt-Gordon, seit diesem Jahr in der 8. Generation Teil der Geschäftsführung, schließt an: „Jede Generation bestimmt neue Trends und setzt andere Impulse, steht aber auch vor eigenen Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen und die uns neue Chancen eröffnen. Wir sind sehr stolz auf das außergewöhnliche Lebenswerk meines Großvaters.“

www.erfurt.com


Die damalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft überreicht Wilhelm Erfurt 2017 den NRW-Verdienstorden.

Vier Generationen der Familie Erfurt: Wilhelm Erfurt (li.) mit seinem Sohn Martin Erfurt (re.), dazwischen Felicitas Erfurt-Gordon mit Nachwuchs. (Fotos: Erfurt Tapeten)