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Lahme Flügel: Verkommt Red Bull zur Billig-Ware?

Red Bull im Sturzflug: Der Energy-Drink, der laut eigener Aussage Flügel verleiht, scheint derzeit selbst flügellahm zu sein. Das Problem ist der offensichtliche Preiskampf der Discounter Aldi, Lidl, Real und Penny. Um seinen Umsatz anzukurbeln, führte Aldi vor Kurzem in sämtlichen deutschen Filialen das österreichische Kultgetränk ein - zum Vorzugspreis von 1,49 Euro pro 0,33 Liter, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Bei Lidl standen die 1,49 Euro zwar schon länger auf dem Etikett - allerdings nur für die 0,25-Liter-Dose. Damit war die Preisschlacht eröffnet. Denn: Lidl senkte fluchs die Preise auf 1,12 Euro pro Dose.

Doch damit nicht genug! Real und Penny wollten den Platzhirschen nicht kampflos das Feld überlassen und unterboten die Konkurrenz ebenfalls noch einmal. So kostete eine 0,25-Liter-Dose bei Penny plötzlich nur noch 95 Cent und Real toppte alles mit einem Angebot von nur 74 Cent. Ein Real-Sprecher erklärte dazu allerdings gegenüber der Wirtschaftswoche, dass es sich um ein lange geplantes Wochenangebot gehandelt habe, das nichts mit den Preissenkungen der anderen Discounter zu tun gehabt hätte.

Während Liebhaber der taurin-haltigen Limonade sich derzeit über die äußerst günstigen Preise freuen dürften, könnte das Unternehmen Red Bull zum Leidtragenden werden. Statt als hippes Lifestyle-Getränk in trendigen Bars findet sich die Marke nämlich plötzlich im Streit von Billig-Unternehmen wieder. Wie lange das noch so weitergeht, bleibt abzuwarten.