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Auswirkungen von Corona auf den Getränkefachhandel

186 Mitglieder des Bundesverbandes des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH) und des Verbandes des Deutschen Getränke-Einzelhandels (VDGE) gaben im Rahmen einer Umfrage Einblicke in die bisherigen Auswirkungen der Corona-Krise und berichteten, welche Maßnahmen sie bereits ergriffen haben, um sich der Krise erfolgreich entgegenzustellen.

Durch die bundesweiten Schließungen von Restaurants, Kneipen und Bars und die Absage unzähliger Veranstaltungen sei der Umsatz der befragten Unternehmen laut Umfrage im März im Vergleich zu 2019 durchschnittlich um 24 Prozent gesunken. Den Umsatzschwerpunkt mache zu 40 Prozent die Gastronomie aus, 16 Prozent entfielen auf Events. Beide Absatzwege seien durch die Corona-Krise vollständig weggebrochen. Übrig blieben Getränkefachmärkte mit einem Umsatzanteil von 34 Prozent, der Lebensmitteleinzelhandel (14 Prozent) und sonstige Absatzwege (16 Prozent).

Die Unternehmen bewerteten die Gefährdung ihrer Existenz mit 43 Prozent. Über 80 Prozent gaben an, dass sie die aktuelle Situation voraussichtlich noch länger als einen Monat bewältigen könnten. Knapp 15 Prozent bezifferten diese Zeit auf vier Wochen, weitere 4 Prozent auf zwei Wochen.

Erfreulich sei, so die Verbände, dass keines der Unternehmen berichtete, bereits heute über keine Liquiditätsreserve mehr zu verfügen. Dies gelinge durch unterschiedliche Maßnahmen. So hätten 70 Prozent der Befragten bereits Kurzarbeitergeld für ihre Angestellten beantragt, das sie in wenigen Fällen aufstockten. Die Kurzarbeit treffe in den meisten Fällen die gesamte oder zumindest die Hälfte der Belegschaft. 15 Prozent der Betriebe hätten bisher keine Kurzarbeit beantragt, zögen diese aber mittelfristig in Erwägung. Weitere 15 Prozent sähen keine Notwendigkeit für Kurzarbeit.

Gefragt nach den größten Herausforderungen und dringlichsten Fragestellungen in der Krise, nannten die Befragten die aus ihrer Sicht und für ihr Unternehmen unzureichenden Soforthilfen bzw. KfW-Kreditangebote, nebst der zum Teil sehr zögerlichen und zurückhaltenden Bearbeitung der KfW-Anträge durch die Hausbanken.

Als weiteres Thema beschäftigt die Unternehmen die für die Branche entscheidende Frage, wann und wie aus der gegenwärtigen Situation des Lockdowns ein Ausweg gefunden werden kann, und unter welchen Voraussetzungen die Gastronomie wiedereröffnen darf, so die Umfrage.