Frisch eingeschenkt

+++ Frisch eingeschenkt +++

Zweiter „Logicircle“ in München

Parallel zur derzeit in München stattfindenden Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie, drinktec, fand gestern Vormittag der zweite Logicircle im König Ludwig an der Messe statt. Übergeordnetes Ziel der Veranstaltung sei es, eine Optimierung der Supply-Chain zu erreichen, denn die gesamtheitliche logistische Prozesswelt sei vielfach noch unterbrochen, so der Geschäftführer Logipack, Torsten Hiller.

Im Fokus der zweiten Expertenrunde, zu der Teilnehmer von Brauereien, AfG-Betrieben, dem GFGH und der Getränketechnik gekommen waren, stand unter anderem das GS1 Positionspapier in der Getränkewirtschaft mit den wichtigen Themen Standardisierung und Digitalisierung von Mehrwegladungsträgern und Leergütern.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Nikolaus Hartig, ECR Manager bei GS1 Austria und Thomas Niebur, Leiter Competence Center Supply Chain Management GS1, schilderten sechs Referenten dabei kurz ihre Sicht der Dinge, ehe das Publikum im Anschluss zu einer lebendigen Diskussion aufgefordert war.

So erläuterte beispielsweise Thomas Gerbl, Stieglbrauerei zu Salzburg, seine positiven Erfahrungen mit dem österreichischen Poolsystem. Thomas Fischer, Deutsche Umwelthilfe, stellte in Aussicht, dass eine Standardisierung für den Erhalt des Mehrwegsystems dringend erforderlich sei und man um diese nicht herumkomme. Jürgen Nordmann, Störtebeker Brauerei, betonte, dass auch das Mehrwegpoolsystem große Chancen bereithalte, sich zu differenzieren.

Beim Thema durchgängige Digitalisierung der Prozesskette verglich Logistikberater Bernd Huesch anschaulich die sehr kurze Lieferkette des Online-Versandhändlers Amazon mit der noch viel zu langen Getränkelieferkette.

Aus der Diskussionsrunde kam auch die Erkenntnis, dass das Thema durchgängige Digitalisierung im privaten Bereich oft schon wesentlich weiter fortgeschritten sei als bei den Unternehmen, da „interne soziale Netzwerke“ für die notwendige Verknüpfung der einzelnen Schnittstellen oft noch fehlten.

Die Referenten des zweiten Logicircle in München