Frisch eingeschenkt

+++ Frisch eingeschenkt +++

Zufriedenheit trotz leichtem Rückgang

Luden zur Jahres-Pressekonferenz des Bayerischen Brauerbundes ins Brauerhaus nach München (von links): Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer; Georg Schneider, Präsident; Sabine-Anna Ullrich, Bayerische Bierkönigin und Walter König, Geschäftsführer

Nach Jahren des langsamen, aber kontinuierlichen Wachstums verzeichnete die bayerische Brauwirtschaft 2016 erstmals wieder einen leichten Rückgang des Bierabsatzes von –1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die überdurchschnittlichen Zuwachsraten im Exportgeschäft (+5,9 Prozent oder 290.000 hl) konnten das Inlandsminus von –2,9 Prozent nur teilweise kompensieren. Noch nicht eingerechnet ist hierbei das Absatzplus bei alkoholfreiem Bier (+4,5 Prozent oder 84.200 hl). Selbiges ist steuerfrei und wird von der amtlichen Statistik nicht erfasst. Unter Berücksichtigung auch alkoholfreien Bieres verbleibt ein Minus von noch 0,7 Prozent gegenüber 2015.

„Die Erfolgsgeschichte der bayerischen Brauwirtschaft hat im In- und Ausland Nachahmer gefunden“, erklärte Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes der bayerischen Brauwirtschaft die Entwicklung. Seines Erachtens ist der leichte Rückgang des Absatzes bayerischer Brauereien auch darauf zurückzuführen, dass außerbayerische Brauereien zwischenzeitlich selbst auf Bierspezialitäten wie Weißbier, Helles, Keller-, Land- oder dunkle Biere setzen, die über Jahrzehnte eine Domäne der Bayerischen Brauer waren, und die ihnen in den letzten Jahren gegen den Trend Wachstum bescherten.

Trotz schwieriger gewordener Rahmenbedingungen auch auf den Exportmärkten produzierten Bayerns Brauer unter Einschluss alkoholfreien Bieres 2016 rund 25,5 Mio. hl Bier. 5,2 Mio. hl Bierexport bedeuten den 7. Exportrekord in Folge.

Weitere Themen der Jahrespressekonferenz waren die erfolgreiche Markendurchsetzung für "Bayerisches Bier g.g.A." in mehreren europäischen Staaten und die Streichung des Begriffs "Bayerisches Bier" aus dem CETA-Abkommen der EU mit Kanada sowie Verbraucherschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol.

In seinem Rückblick auf das Jubiläumsjahr dankte Präsident Scheider für die vielen positiven Impulse, die der 500. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebots der Brauwirtschaft gegeben hat. Das Jubiläum habe jedoch auch Themen aufgewirbelt, mit denen sich die Brauwirtschaft nun intern beschäftige: Als Beispiel nannte Georg Schneider die im „Vorläufigen Biergesetz“ unzureichend geregelte Zulassung für „Besondere Biere“.

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