Frisch eingeschenkt

+++ Frisch eingeschenkt +++

„Schnapsspeicher“: Brennerei Sasse erweitert Kapazitäten

Die Feinbrennerei Sasse erweitert ihre Speicherkapazitäten: Am Standort der Brennerei im Münsterland entsteht ein Lager für 150 Tonnen hochprozentiges Destillat. Die Gesamtkosten der Anlage, zu der auch ein neuer Tiefbrunnen und zwei Löschwasserbecken gehören, liegen bei knapp über einer Million Euro. Sasse will damit eine gleichbleibend hohe Qualität seiner Spezial-Brände über mehrere Jahre im Voraus sicherstellen, wie es heißt. Ziel ist es, unabhängiger von Ernteausfällen beim Kauf von Bio-Getreide zu werden. „Insbesondere die kontinuierliche Versorgung mit guten ökologischen Rohstoffen ist seit längerem ein Problem“, sagt der Leiter der Spirituosen-Herstellung, Christoph Lütke-Bitter. Der Markt mit Bio-Getreide sei viel enger als der konventionelle Markt. „Wir müssen schon in der Saat die Aufträge vergeben. Wenn die Ernte schlecht wird, stehen wir mit fast leeren Händen da und müssen schauen, welche anderen Rohstoffe es am Markt gerade gibt“, berichtet Lütke-Bitter.

Um den Ernteschwankungen besser begegnen zu können und gute Getreidesorten aufzunehmen, wenn sie verfügbar sind, investiert die Brennerei deshalb jetzt in einen neuen „Schnapsspeicher“: Künftig können in sechs Behältern für sechs Sorten bis zu 150.000 Liter Destillat gelagert werden. Mit dem neuen Speicher kann Sasse seine Spezialsorten bis zu drei Jahre im Voraus herstellen und so die Qualität der prämierten Brände um Lagerkorn und Co. weiter erhöhen.

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