Frisch eingeschenkt

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Neue Studie: Sich wegen einem Kater den Kopf zu zerbrechen, macht ihn nur schlimmer

Eine von der University of Salford durchgeführte Studie hat ergeben, dass Personen, die sich wegen den Schmerzen eines Katers sorgen machen, ihre Symptome verschlimmern können. In der Studie sollte untersucht werden, warum Kater je nach Person variieren und ob dies damit zusammenhängt, dass sich der Betroffene vor den Schmerzen fürchtet bzw. sich darüber ärgert.

Das so genannte „Pain Catastrophizing“ ist die Tendenz, eine Schmerzerfahrung übertriebener zu beschreiben als der Durchschnittsmensch, mehr darüber nachzudenken oder sich hilfloser zu fühlen. An dem Experiment nahmen insgesamt 86 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 46 Jahren teil. Jede Person wurde gebeten, einen Fragebogen darüber auszufüllen, wann sie am Tag vor dem Kater Alkohol konsumiert hatte, um den Wissenschaftlern zu helfen, ihren Blutalkoholspiegel zu schätzen.

Die Teilnehmer wurden gebeten, Art und Ausmaß ihrer Kater zu beschreiben, indem sie die Schwere der acht Hauptsymptome der Erkrankung bewerteten: Durst, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit und Herzrasen. Die Forscher versuchten anschließend festzustellen, inwieweit die Teilnehmer ihren Schmerz katastrophalisiert haben und baten sie, Fragen zu beantworten, die ihre psychologischen Bewältigungsmechanismen untersuchten.

Die Schlussfolgerungen zeigten eine signifikante Relation zwischen den Werten für Katastrophierung und Katerstärke. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Punktzahl aus den „Katastrophalfragen“ ein besserer Indikator für die wahrgenommene Katerstärke war als der geschätzte Blutalkoholspiegel. Die Studie zeigte auch zwei Arten von Kater: stressbedingte und aufgrund von Dehydrierung. Während wenig überraschend beide Arten von Katersymptomen bei Personen mit einer höheren Blutalkoholkonzentration schlimmer waren, waren die stressbedingten Katersymptome bei denen, die Schmerzen eher katastrophal bewerten, schlimmer.