Frisch eingeschenkt

+++ Frisch eingeschenkt +++

European Beer Star 2020: Jury vergibt Edelmetall

Vom 8. bis zum 10. Oktober fand die Experten-Verkostung des European Beer Star 2020 statt. Veranstaltet vom Verband Private Brauereien wurde der Wettbewerb in bewährter Weise bei der Doemens Akademie durchgeführt. An drei Tagen haben 74 Jurymitglieder in mehrstufigen Blindverkostungen die Siegerbiere bestimmt. Kilian Kittl, Manager des European Beer Star, kennt die Gewinner schon und gewährt einen kleinen Einblick: „Die Awards gehen auch in diesem Jahr an Brauereien in der ganzen Welt. Und es sind einige Überraschungen dabei.“

„Entgegen allen Erwartungen hatten wir dieses Jahr 2.036 Anmeldungen bekommen. Nach gut 2.400 letztes Jahr ist das im Hinblick auf die Pandemie ein bemerkenswerter Erfolg. Die Biere kamen aus 42 Ländern der Welt!“, erklärt Kilian Kittl. „Das war eine enorme Herausforderung für unsere Jury. Denn sie bestand − aufgrund der Umstände − aus deutlich weniger Experten als in den vergangenen Jahren.“

Folgende Liste gibt einen Überblick über die zehn Länder mit den meisten Anmeldungen:

1. Deutschland: 785 Biere
2. USA: 208 Biere
3. Italien: 207 Biere
4. Österreich: 122 Biere
5. Schweiz: 116 Biere (All-time high)
6. Belgien: 83 Biere
7. China: 78 Biere (All-time high)
8. Niederlande: 62 Biere
9. Brasilien: 53 Biere
10. Südkorea: 36 Biere (All-time high)

Die Jury setzt sich alljährlich aus erfahrenen und geschulten Verkostern zusammen. Die hohe Qualität des Schiedsgerichts ist auch der heterogenen Zusammensetzung der Juroren geschuldet: Braumeister und Braumeisterinnen, Fachjournalisten, Bierhändler, Beerkeeper und Biersommeliers sowie routinierte Bierenthusiasten. Sie bewerten gemeinsam nach den Kriterien „Sensorik“ und „Genuss“ – und entschieden über Edelmetall in den siebzig Bierstil-Kategorien.

Die Herausforderung für die Organisatoren war in diesem Jahr um ein Vielfaches größer als in den vergangenen 16 Jahren. Doch ein ausgefeiltes Hygienekonzept stellte sicher, dass sowohl Verkoster als auch Helfer bestmöglich geschützt waren. Jedes der zehn Teams hatte einen eigenen Raum, der regelmäßig gelüftet wurde, zudem wurde die Gruppengröße auf acht Personen beschränkt.Der Verband Private Brauereien hat gemeinsam mit der Doemens Akademie einen Mindestabstand von zwei Metern festgelegt. Eine Maskenpflicht war obligatorisch, außer am Verkostungstisch.

Der Verband Private Brauereien Bayern musste bis zuletzt flexibel sein, vor allem bei der Koordination der Verkoster.  „Wir hatten täglich beobachtet, welche Länder zum Risikogebiet erklärt werden. Leider mussten wir aus diesem Grund einigen Verkostern kurzfristig absagen. Doch zum Glück haben wir jedes Jahr eine lange und stets gut gepflegte Warteliste, die ein Ausweichen auf andere geschulte Verkosterinnen und Verkoster ermöglicht“, so Kittl.