Frisch eingeschenkt

+++ Frisch eingeschenkt +++

500 Jahre alt und immer noch „in“ – das Reinheitsgebot

Besser hätte die Stimmung nicht sein können. Sowohl beim Deutschen Brauerabend im Festzelt im Klenzepark in Ingolstadt als auch beim eigentlichen Festakt „500 Jahre Reinheitsgebot“ am darauffolgenden Tag. Sicherlich mit ein Grund dafür: Bundeskanzlerin Angela Merkel war als Festrednerin „mit von der Partie“. Was die Bedeutung des Reinheitsgebots für Deutschland unterstreicht.

Merkel: „Ich habe als Bundeskanzlerin tagtäglich mit neuen Gesetzen, Reformen und Verordnungen zu tun. Aus dieser Perspektive kann ich nur anerkennend sagen: Das muss ein Gesetzgeber erst einmal schaffen – eine Vorschrift zu treffen, die auch 500 Jahre später im Kern noch gilt und dann sogar noch groß gefeiert wird.“ Ein wesentlicher Aspekt für Merkel: Das Reinheitsgebot steht nicht nur für Tradition, sondern lässt auch viel Raum für Innovationen. Das zeigt die Vielfalt neuer Produkte, beispielsweise die der vielen Craft-Biere und alkoholfreien Biere.

Dass das Reinheitsgebot in Deutschland nach wie vor gut ankommt, belegte der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dr. Hans-Georg Eils mit Zahlen. Einer Studie zufolge wünschen sich 85 Prozent der Deutschen, dass am ältesten noch gültigen Lebensmittelgesetz der Welt festgehalten wird. Unter den jüngeren Verbrauchern sind es sogar 90 Prozent. Eils: „Sicherlich rührt das mit daher, dass das Reinheitsgebot mit Braukunst und Bierkultur gleichgesetzt wird und Werte wie Heimat, Kultur, Identität, Tradition und Vielfalt gleichermaßen belegt. Wenn das kein Grund zum Feiern war und ist...

Die Kanzlerin feierte „500 Jahre Reinheitsgebot“ und zitierte dabei Luther, von dem folgende Aussage überliefert ist: „Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken.“ Prost!