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Hoftag Hopfen in Buch bei Aiglsbach

Am 22. Juli fand der Hoftag Hopfen auf dem Hopfenbaubetrieb Obster in Buch bei Aiglsbach statt.

Durch die Veranstaltung führte als Moderator Walter König, Geschäftsführer Gesellschaft für Hopfenforschung Braugersten-Gemeinschaft. Neben zahlreicher politischer Prominenz war auch Dr. Michael Möller, Direktor Staatliches Hofbräuhaus München, vertreten. Der Verband Deutscher Hopfenpflanzer, die Gesellschaft für Hopfenforschung und der Industrieverband Agrar zeigten in zahlreichen Vorträgen die wachsenden Herausforderungen auf, mit denen sich die Hopfenpflanzer und Brauer konfrontiert sehen.

Besonders bei der Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen ergeben sich aufgrund neuer EU-weiter Regelungen zunehmend Einschränkungen bei der Registrierung von Pflanzenschutzmitteln, welche die Hopfenwirtschaft erheblich unter Druck setzen.

Integrierter Pflanzenschutz hat im Hopfenbau eine lange Tradition. Hierbei nutzt man vielfältige präventive Bekämpfungsstrategien und Schadschwellenmodelle, aber bei massivem Befall sind wirksame Pflanzenschutzmittel (PSM) unverzichtbar. Eine ausreichende Palette an Produkten mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen verhindert eine rasche Resistenzbildung. Dies führt zusammen mit den vorbeugenden Maßnahmen zu einer Minimierung des PSM-Einsatzes.

Die neuen Hüller Zuchtsorten mit ihren breiten Krankheitsresistenzen, verbesserter Klima-Stresstoleranz sowie ihren optimierten Anbaueigenschaften stehen für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Ressourcenschutz und machen den Hopfenbau in Deutschland fit für die Zukunft. Allerdings müssen die Brauer auch bereit sein, diese zukunftsweisenden Sorten in ihre Sudrezepte aufzunehmen.


Dr. Michael Möller, Direktor Staatliches Hofbräuhaus München bei seiner Rede auf dem Hoftag Hopfen